Unkonferenzen
Unkonferenzen
Unkonferenzen
Mit einer Unkonferenz wird ein Kongress bezeichnet, der bewusst mit den klassischen Konventionen bricht. Es gibt dabei weder eine zuvor festgelegte Agenda noch eine Trennung zwischen den Teilnehmern und den Vortragenden.
Die Idee reicht auf eine Beobachtung von Tim O'Reilly im Jahr 2003 zurück. Er stellte fest, dass bei klassischen Konferenzen die Kaffeepausen die mit Abstand produktivsten Phasen darstellen. Somit erklärte er die Pausen zur eigentlichen Konferenz und rief 2005 das erste "FooCamp" (Friends Of O'Reilly) bei Socialtext in Palo Alto als Unkonferenz ins Leben.
Diese wurde von den Teilnehmern ohne Vorgaben komplett in Selbstorganisation gestaltet, um in einer offenen, nicht-diskriminierenden Umgebung zu lernen und Wissen zu teilen. Der Veranstalter stellte nur die Räume, die Infrastruktur und die Verpflegung für die Teilnehmer zur Verfügung.
Für Unkonferenzen gelten vier grundlegende Regeln:
- Jeder ist willkommen, das Event ist für alle Interessierten offen
- Alle Teilnehmer sind gleichberechtigte Individuen in einer offenen Gemeinschaft
- Führung ist nicht gegeben sondern kann von überall aus entstehen
- Es gibt keine Zuschauer, jeder ist aktiver Teilnehmer
- ArtCamp
- BarCamp
- BibCamp
- ConventionCamp
- KnowledgeCamp
- LawCamp
- MakerJam
- MobileCamp
- SocialCamp
- Startup Weekend
Literatur
Bernatz, Marcel: BarCamp-Kultur - Lernökologie mit Potentialen zur Netzwerk- und Communitybildung? Eine quantitative Untersuchung, Diplomarbeit Medienwissenschaft, Arequipa/Peru, 2009Hailey, Charlie: Camps: a guide to 21st-century space, 2009, MIT Press, Cambridge MA, Seite 69-73, 544 Seiten, ISBN 978-0-262-51287-9
Letzte Änderung von Stefan Probst am 13.09.2010 um 19:02
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